Gastgeberin Friederike Seiler hat dabei so manches Federvieh einziehen lassen: Der Vogel dient als Fuß der Tischlampen, ein Schwan schwebt in der Galerie über den Köpfen der Gäste, Papageien schmücken die Tapete und ein Pfau thront auf der Empore.
Konsequenterweise spielt dann auch auf dem Teller die Ente eine Hauptrolle. Zum Beispiel zusammengenäht mit einem halben Huhn als Signature Dish „What the Duck“, der als „bescheidene Hommage an den großen Alain Passard“ – so titelt es die Speisekarte – seinem Namen alle Ehre macht.
Vorbei an einer pinkfarbenen Enten-Lichtinstallation im Entrée, holen sich die Gäste an der Bar im Mezzanin einen Apéritif, bis sie zu seinem Tisch im ersten Stock geführt werden. Die zahlreichen Dim Sum Variationen werden übersichtlich und unkompliziert vom Service am Tisch auf einem Tablett präsentiert und direkt ins Bambuskörbchen serviert.
Zu diesen Snacks der Seidenstraße trinkt man Wein und Champagner aus Frankreich – von Lahèrte Frères, Sebastien Magnien oder Domaine Guyot – oder hauseigenen Tea infused Gin & Tonic, der neben der Neuinterpretation des Mimosa ein Highlight der Cocktail-Karte bildet. Vom Küchenchef handgemachte, frische Eiernudeln ersetzen den Reis auf der Karte. Zum Dessert werden Sweet Dim Sums gereicht – von Yuzu, Matcha und frischen Früchten inspirierte Eclairs, Petit Fours, Tempura und Tartelettes.
„Die traditionelle Dim Sum Küche in China ist reich an regionalen Zutaten. Das haben wir zum Anlass genommen, die Füllungen manchmal frech weiter zu entwickeln – aber stets im Respekt für die herausragende Kreativität der Ursprungsküchen”, so Friederike Seiler, die sich nach ihrem erfolgreichen Gastro-Debüt mit der Pop-up Bar „Velvet Room” im März dieses Jahres nun mit „What the Duck“ einen Traum erfüllt.
Marrs Green ist im „What the Duck“ ein wiederkehrendes Motiv. Friederike Seiler hat auf inspirierenden Reisen quer durch Europa selbst die schönsten und originellsten Stücke in Frankreich, England und Italien gesucht, gefunden, designt und nach Wien gebracht. So sind etwa die Espressotassen aus Spiegelplatin, das Vintage-Teegeschirr stammt aus dem England der 1920er- bis 1960er-Jahre und das Porzellan ist eine Maßanfertigung des britischen Designers Richard Brendon.
Die Verheiratung Frankreichs und Chinas gelingt vermutlich auch deshalb so brillant, weil sie in einem Spannungsfeld zwischen Wiener Biedermeier, Pariser Antiquitäten, Mailänder Kristalllustern, einer Theaterbestuhlung aus Frankreich, Bisazza-Fliesen und französischen Vintage-Gartenmöbeln passiert. Geöffnet hat das „What the Duck“ von Dienstag bis Donnerstag von 17:30 bis 23 Uhr und am Freitag und Samstag von 11 bis 23 Uhr.